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Nae'blis/ Dominion - Death of Mankind...A Dream

Band: Nae'blis / Dominion Title: Death of Mankind...A Dream Year: 2006
Format: CD/ DigiPak ( DigiPak limited to 200 copies ) Label: Northern Silence Productions
Style: Northern Misanthropic & Suicidal Black Metal

 

Review: German Version
So richtige Aufmerksamkeit konnten Nae’blis von meiner Seite aus leider noch nicht genießen und somit frage ich mich, warum eigentlich? Zu wenig Infos, gescheiterte Promotion, starke Unauffälligkeit? Ehrlich gesagt, kann ich mir diese Frage nicht beantworten, wobei ich letzten Endes mal vermute, dass mich eine eher mittelmäßige Rezension von akribischen Nachforschungen abgehalten hat. Nun wird mir allerdings bewusst, dass man eventuell doch etwas verpasst haben könnte:
Mit dem Stempel „Erstkonsument“ auf der Stirn prangend, würde ich Nae’blis’ Musik im Groben gesehen als eine etwas schnellere Variante von Kältetods „Leere“ beschreiben. Und zwar aufgrund der ebenso klagend und etwas weinerlich dahin gleitenden Saiteninstrumente, die einen Wermutstropfen nach dem anderen hinunterschrammeln. Allerdings gibt man sich mit Verzweiflung nicht zufrieden, denn die Schweden rühren zusätzlich eine deftige Portion Menschenhass unter den kochenden Brei. Das spiegelt sich wiederum in aggressiveren Passagen wieder, welche sich jedoch nicht sonderlich bemühen des Öfteren zu erklingen. Dafür – und das treibt uns noch ein Stück weiter vom Kältetod-Ufer weg – tönen hier in kleinflächig angelegten Strukturen, sphärische Klänge, die den Blickwinkel der Lyrik um einiges erweitern und einen davon abhalten ständig im Kreis zu laufen und immer wieder die selben Bilder vor Augen zu haben. (8 Punkte)
Die zweite Dimension der Verabscheuung ist anfänglich etwas schwerer zu erkunden, da die genoziden Visionen des Vorreiters nicht so recht mit dem hier erdachten Tongut harmonieren wollen. Dazu sind Dominion’s Beiträge viel zu feinfühlig. So führen uns die vier Songs des ebenfalls schwedischen Projekts auf einem nächtlich berauschenden Trip durch düsteres Geäst, vorbei an obskuren, von Mondlicht gepinselten Baumsilhouetten, umschlungen von Gebrechlichkeit, die sich mit einer Spur zertretener Hoffnung die Hände reicht. Passend dazu fallen gequält und leidend anmutende Vocals in die tief-blaue Nachtwanderung der dunklen Emotionen, wobei das Tempo zwischen Mittelgang und den untersten Regionen des Schnelleren variiert, somit weder aufdringlich noch langweilig durch die Lande zieht und den Hörer gänzlich im schwarzen Gewirr aus Zweigen und Feuchtigkeit versinken lässt. (8 Punkte)
Fazit: Ausgewogenes Arrangement, dessen Variablen mit detaillierten Gegensätzen und atmosphärischen Andeutungen ein hörenswertes Stück Weltuntergang schaffen.

(8/10) in Worte gefasst von Frostkrieg

 

Review: English Version
I acknowledge, that Nae’blis didn’t get much attention from my side, but now I’m asking my self why? Too few information, false promotion, brawny inconspicuousness? To be honest, I can’t answer this question, whereas I assume, that a review, what didn’t talk good about their debut-album, detained me from meticulous investigation. But now it’s getting clearer and clearer, that I probably have missed something:
With the chop “Primal-Consumer” on my forehead, I would describe Nae’blis’ music abrasive viewed as the faster variant of Kältetod’s “Leere”. In fact as a result of the guitar-sound, which is equally complaining and a little bit lachrymose; they form one downer after the other. Admittedly they aren’t contented with pure desperation, so a hefty portion of human-hate is mixed in the boiling hot mash. This is mirrored by more aggressive passages, which didn’t got the aim to emerge very often. Therefor – and that takes us a little bit more away from the Kältetod-bank – some spherical sounds change the view of the lyric and let her act more spatial, so you don’t run in circles and didn’t got the same pictures in front of your eyes. (8/10)
The second Dimension of detestation is quite difficult to explore, because the genocide-visions of the forerunner don’t want to harmonise with the conceived tone-manor. For that purpose Dominion’s contributions are too sensitive. Four songs lead us into a nocturnal trip through gloomy branches, over at obscure, by moon-light drawn silhouettes of trees, embraced by frailness, which is supported by a touch of scrunched hope. Adapted thereto tortured and ailing vocals find their application and pule through the deep-blue night-migration of dark emotions, whereas the tempo varies between middle-course and the bottom regions of the faster ones, consequently it isn’t flashy or boring and knows how to drag the listener into worlds of black branch-snarl and clamminess. (8/10)
Conclusion: Balanced arrangement, whose variables of detailed antagonisms and atmospheric hints create a fine piece of apocalypse.

(8/10) translated by Frostkrieg