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Thorngoth - Thelema Of Destruction

Band: Thorngoth Title: Thelema Of Destruction Year: 2007
Format: CD/ Metal-Case ( limitation unknown; metal-case limited to 100 copies )
Label: Northern Silence Productions Style: Nordic Traditional Black Metal (Swedish touched)

 

Review: German Version
Warum sollte eine eher geringfügig bekannte Band aus dem Untergrund, deren Bestehen auf knappe vier Jahre zu begrenzen ist; die lediglich eine Demo-CD zur Veranschaulichung der tonalen Kunst veröffentlicht hat, auf einem solch doch renommierten Label wie Northern Silence Unterschlupf finden um ihr Debut-Album unters Volk zu bringen? Müssen es denn gleich solche Staturen wie NSP sein, die ihre Taschen leeren, um in diesem Falle Thorngoth ein Release erster Klasse zu bescheren und kann der anspruchsvolle Hörer dann auch etwas davon erwarten?
Ja, müssen es, und auch die Erwartungen werden bei allen wahrscheinlich niedriger sein als jene, die von den vier Deutschen auf „Thelema Of Destruction“ tatsächlich erfüllt werden! Kurzum ist es also nicht verwunderlich, dass man letztendlich bei besagtem Label landete – völlig zurecht und ohne Einwand. Allein schon dieser rassisch-reine, nordische Klang, der für eine wunderbare Betonung der oft frostig klirrenden Riffs sorgt, dürfte die Ohren eines Jeden erfreuen, dem schwarzmetallische Ästhetik am Herzen liegt. So führen uns Stücke wie „Marching Order“ durch tief verschneites, winterliches Schlachtengebiet, wo Kälte an blitzendem Stahl haftet und dämonischer Lärm die eisige Luft zerreißt. Des Weiteren gefolgt von teilweise melodisch bis wiederum temperatursenkend agierenden Saiten-Attacken, schlägt sich auch „Pentaklysm“ mit einem höllischen Unterton durch die Membranen der Lautsprecher hindurch. Dann, im Mittelteil, welcher bei zehn Stücken vom fünften verkörpert wird, erschließt sich einem einer der in meinen Augen zahlreichen Höhepunkte: Vorneweg die Tatsache, dass nun doch tatsächlich deutsch gesungen wird, bahnt sich „Der Übergang“ im gefährlich stapfenden Mid-Tempo seinen Weg und hat aufgrund des unglaublich durchdringenden (und nebenbei gut verständlichen) Vokaleinsatzes ordentlich atmosphärischen Tiefgang - trotz dem sich musikalisch eigentlich nicht viel regt. Das einzige Problem, was Thorngoth haben ist, dass sie eindeutig zu viele Songs auf das hier vorliegende Album gepackt haben, wodurch von den eigentlichen Prunkstücken abgelenkt wird. Und keine Frage, jene Gruppierung könnte es sich bei diesem tonalen Aufgebot locker leisten aus dreiundsechzig Minuten mal schnell eine Vierzig zu zaubern; der Entfaltung täte das nur zu gut. Und wenn fortan noch öfter der deutschen Lyrik die Hände gereicht werden, dann passt auch dieser Schuh wie angegossen.

(7.5/10) in Worte gefasst von Frostkrieg

Kommentar von Amikkus:
Wenn sich Thorngoth beim nächsten Mal noch ein Stückchen mehr am Riemen reißen und anfangen, wertlose Ideen fristlos über Bord zu werfen, könnte den Jungs eine wahre Perle gelingen. Zutrauen würde ich es ihnen auf alle Fälle. (7.5/10)

 

Review: English Version
Why a not really well-known band from the underground, whose existence is to restrict to curt four years; which released only one Demo-CD for exemplification of the tonal art, should find shelter at such a renowned label like Northern Silence for spreading their debut-album? Is it really necessary to directly choose such figures like NSP, which empty their bags for sponsoring in this case Thorngoth a first-class-release and may the ambitious listener demand something of this at all?
Yes it definitely is, and also the expectations at everyone probably will be lower than yon, which are actually fulfilled by the four Germans on “Thelema Of Destruction”! So in short you needn’t wonder, that one finally landed at mentioned label – rightly and without exception. Lonely this racial-pure, Nordic sound, which serves for a wonderful accentuation of the oftentimes frosty clanging riffs, should delight the ears of everyone who bares blackmetallic aesthetics next to his heart. So pieces like “Marching Order” lead us through deep snowy, hibernal battle-fields, where coldness embraces lightening steel and daemonic uproar breaks the icy air. In addition followed by in parts melodic to again temperature-decreasingly operating chord-attacks, also “Pentaklysm” strikes through the membranes of the speakers with a hellish undertone. Then, in the mid-part, which at ten compositions is embodied by the fifth one, one of the in my opinion numerous acmes becomes apparent to oneself: Beforehand the fact, that now it’s actually sung in German , “Der Übergang” blazes its trail in dangerously pounding Mid-Tempo and by virtue of the unbelievable penetrating (and besides also well understandable) vocal-use has got proper atmospheric deepness – despite musically viewed not much is in move. The only problem Thorngoth have is, that they clearly took too much songs onto this album, whereby it’s detracted from the real centrepieces. And no question, yon band could laxly afford it to shorten sixty-three minutes down to forty; the evolvement would just profit by that. And if from now also the German lyric is more received with open arms, then also this shoe fits like a glove.

(7.5/10) translated by Frostkrieg